Pharma-Kritik

Antidepressiva

Peter Zingg
pharma-kritik Jahrgang 40, Nummer 11, PK1063
Redaktionsschluss: 8. April 2019
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2018.1063

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die medikamentöse Behandlung einer Depression nicht wesentlich verändert. Bei leichten Depressionen stehen nach wie vor nicht-medikamentöse Therapien im Vordergrund. Bei der Wahl eines Medikamentes kann man sich von individuellen Eigenschaften der Betroffenen leiten lassen.

Seit in dieser Zeitschrift eine Übersicht zum Thema Antidepressiva erschienen ist,(1) sind 13 Jahre vergangen. Die damaligen allgemeinen Überlegungen sind auch heute noch gültig. Seither sind zwei ältere Antidepressiva – Imipramin (Tofranil®) und Maprotilin (Ludiomil®)  –  vom Markt verschwuden, aber einige neue Substanzen – Agomelatin (Valdoxan®), Bpropion (Wellbutrin®), Duloxetin (Cymbalta®) und Vortioxtin (Brintellix®) – als Antidepressiva propagiert worden.

Grundlagen
Auf welchen Hypothesen basiert die Behandlung mit Antidepressiva? Die seit Mitte des 20. Jahrhunderts massgebliche, zwar eingängige und elegante, aber zu vereinfachende Hypothese eines Ungleichgewichtes biogener Amine (namentlich Serotonin oder Noradrenalin) ist im 21. Jahrhundert noch keineswegs überwunden. Alle neu eingeführten Antidepressiva beruhen letztlich immer noch auf dieser Hypothese, auch wenn im Einzelfall andere Transmitter oder Rezeptoren-Interaktionen einbezogen werden. Genau genommen ist seit einem halben Jahrhundert kein wirklich neuartiges Antidepressivum eingeführt worden – und hat sich auch kein Antidepressivum im Vergleich zum damaligen Imipramin als wirklich wirksamer erwiesen.

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