Endlich verfügbar! Unser beliebter Medikamentenführer "100 wichtige Medikamente" ist nun in einer neuen Ausgabe erhältlich. Bestellen Sie hier dieses wichtige Hilfsmittel für die tägliche Praxis.

Bestellen!

Pharma-Kritik

Nebenwirkungen aktuell

Urspeter Masche
pharma-kritik Jahrgang 37, Nummer 9, PK968
Redaktionsschluss: 6. November 2015
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2015.968
TRAMADOL
Die Wirkung von Tramadol, einem als mittelstark einzustufenden Schmerzmittel, beruht auf zwei Mechanismen: einerseits bindet es sich an Opiatrezeptoren; andererseits hemmt es die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin. Tramadol wird durch CYP2D6 und andere Zytochrome abgebaut. Wichtigster Metabolit ist O-Desmethyltramadol, das eine viel höhere Affinität zu Opiatrezeptoren besitzt als die Muttersubstanz. Bei verminderter CYP2D6-Aktivität ist deshalb, ähnlich wie bei Codein, mit einer verminderten schmerz-lindernden Wirkung zu rechnen. Informationen zu Tramadol: Leppert W. Pharmacol Rep 2009; 61; 978-92 Young JW, Juurlink DN. CMAJ 2013; 185: E352 Vazzana M et al. Biomed Pharmacother 2015; 70: 234-8
Markenname: Tramadol = Tramal® u.a Hypoglykämie Eine 82-jährige Frau wurde nach einem Sturz auf die Notfallstation gebracht. Seit 3 Wochen bestanden bei ihr eine Schläfrigkeit und psychomotorische Verlangsamung; zudem hatte sie in den letzten 2 Monaten 4 kg an Gewicht verloren. Als Diagnosen waren eine Arthrose, Herzrhythmusstörungen, eine Stimmungslabilität mit Halluzinationen und eine Hypercholesterinämie bekannt. Die eingenommenen Medikamente waren Bromazepam (Lexotanil®), Risperidon (Risperdal® u.a.), Amitriptylin (Saroten®), Lysinacetylsalicylat (Aspégic®), Trimetazidin (ein in der Schweiz nicht erhältliches Antianginosum), Diclofenac (Voltaren® u.a.), Omeprazol (Antramups® u.a.) sowie eine Paracetamol/Coffein-Kombination; ferner hatte man vor 3 Wochen eine Behandlung mit einem Tramadol-Retardpräparat (2-mal 100 mg/Tag) begonnen. Bei Eintritt mass man bei der Patientin einen niedrigen Blutzuckerspiegel (3,5 mmol/l). Sie erhielt intravenös Glukose, wonach sich die Vigilanz verbesserte. Einige Stunden später wurde sie erneut somnolent, bei einem Blutzuckerspiegel von 2,2 mmol/l. Man verabreichte abermals Glukose, und nach 3 Tagen konnte die Frau das Spital verlassen. Ein 82-jährige

Dieser Text ist passwortgeschützt. Wenn Sie ihn lesen möchten, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Mit einem pharma-kritik-Abonnement haben Sie jederzeit Zugang zu den Volltexten und noch weitere Vorteile. Beachten Sie unsere aktuellen Angebote.

Verwandte Artikel
14. Oktober 2011 ACE-Hemmer oder Sartan?

pharma-kritik abonnieren

Login

Passwort anfordern

med111.com

mailingliste abonnieren

pharma-kritik Jahrgänge
Jahrgang 41 (2019)
Jahrgang 40 (2018)
Jahrgang 39 (2017)
Jahrgang 38 (2016)
Jahrgang 37 (2015)
Jahrgang 36 (2014)
Jahrgang 35 (2013)
Jahrgang 34 (2012)
Jahrgang 33 (2011)
Jahrgang 32 (2010)
Jahrgang 31 (2009)
Jahrgang 30 (2008)
Jahrgang 29 (2007)
Jahrgang 28 (2006)
Jahrgang 27 (2005)
Jahrgang 26 (2004)
Jahrgang 25 (2003)
Jahrgang 24 (2002)
Jahrgang 23 (2001)
Jahrgang 22 (2000)
Jahrgang 21 (1999)
Jahrgang 20 (1998)
Jahrgang 19 (1997)
Jahrgang 18 (1996)
Jahrgang 17 (1995)
Jahrgang 16 (1994)
Jahrgang 15 (1993)
Jahrgang 14 (1992)
Jahrgang 13 (1991)
Jahrgang 12 (1990)
Jahrgang 11 (1989)
Jahrgang 10 (1988)