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Weniger neue HIV-Infektionen bei Methadon-substituiertem Drogenkonsum

m -- MacArthur GJ, Minozzi S, Martin N et al. Opiate substitution treatment and HIV transmission in people who inject drugs: systematic review and meta-analysis. BMJ 2012 (4. Oktober); 345: e5945 [Link]
Zusammengefasst von:
infomed screen Jahrgang 17 (2013) , Nummer 1
Datum der Ausgabe: Februar 2013

Die orale Substitutionsbehandlung von Opiat-abhängigen Personen, die intravenöse Drogen konsumieren, ist in 70 Ländern anerkannt. Sie wirkt sich auf das Konsumverhalten und die Gesundheit der Abhängigen günstig aus. In der vorliegenden Meta-Analyse wurde erstmals für Leuten, die Opiate i.v. spritzen, das Risiko quantifiziert, unter oraler Methadonsubstitution mit HIV infiziert zu werden. Die Auswertung der Daten über 23'608 Personenjahre ergab 819 neue HIV-Infektionen. Das Risiko für eine Neuinfektion nahm für die mit Methadon Behandelten signifikant um 54% ab. Das Ergebnis wurde potentiell durch die hohe Motivation der Substituierten, ihr Verhalten und ihre Injektionsgewohnheiten zu verändern und andere Massnahmen wie die Abgabe von sterilem Injektionsmaterial beeinflusst. Es spricht dennoch dafür, die Substitutionsbehandlung von intravenösem Opiatkonsum im Rahmen der auch bei uns etablierten Behandlungsstrategie fortzusetzen.

Telegramm von Niklaus Löffel

 

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Weniger neue HIV-Infektionen bei Methadon-substituiertem Drogenkonsum (Februar 2013)
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