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Eigene Website gefällig?

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Zusammengefasst von: Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 14 (2010) , Nummer 5
Datum der Ausgabe: Oktober 2010

Während alle grossen medizinischen Institutionen heute selbstverständlich mit einer eigenen Website im Internet zu finden sind, ist dies für Arztpraxen und Apotheken noch längst nicht die Regel. Für viele stellt eine eigene Website (im Volksmund immer noch oft als «Homepage» bezeichnet) gar kein Bedürfnis dar: Weshalb soll ich Zeit und womöglich auch Geld in etwas investieren, das weder ich noch meine Patientinnen und Patienten wirklich benötigen? Nun muss man aber bedenken, dass das Internet heute auch eine Art von universellem Telefonbuch darstellt und dass deshalb jedermann, der eine medizinische Tätigkeit ausübt, quasi automatisch zu finden ist (Arztpraxen in der Schweiz z.B. via www.doctorfmh.ch). Man kann sich deshalb schon fragen, ob man nicht selbst darauf Einfluss nehmen möchte, wie man als Person oder Institution im Web dargestellt ist.

Will man lediglich eine eigene Web-Präsenz, so lässt sich dies mit minimalem Aufwand und fast oder ganz kostenlos realisieren. Mit einer einfachen, weitgehend statischen Website kann man Basisinformationen vermitteln, allenfalls noch das eine oder andere Zusatzangebot offerieren (z.B. Dokumente wie «Instruktionen zum Rückenturnen» zum Download), ohne dass dies nennenswerte «Unterhaltsarbeiten» erfordern würde. Praktisch alle Internet-Provider bieten die Möglichkeit, eine einfache Website kostenlos zu führen, allerdings immer mit dem Nachteil der relativ komplizierten Adresse. (Das Problem der «verschachtelten» oder zu langen Webadressen lässt sich aber mit Hilfe von kostenlosen Kurzadressen vereinfachen, siehe z.B. http://notlong.com)

Wie gross ist der Aufwand, eine Website einzurichten? Die Firma Switchplus hat dazu ein übersichtliches PDF-Dokument bereitgestellt (http://switchplus.notlong.com/). Viele Anbieter sprechen von wenigen Minuten («Erstellen Sie sich gratis eine Website innert 5 Minuten», bei www.swissdomain.ch). Sicher ist jedenfalls, dass man weder Programmier- noch HTML-Kenntnisse haben muss. Wünscht man sich aber etwas mehr als nur einen erweiterten «Telefonbucheintrag» – z.B. ein Kurzporträt des Praxisteams mit Fotos, eventuell weitere Bilder der Praxis und ergänzende Informationen –, so sind initial doch ein paar Stunden für die Website einzusetzen. Vielleicht lässt sich eine medizinische Praxisassistentin für die Aufgabe begeistern. Für die Gestaltung der Website stehen kostenlos Programme wie Joomla, TomatoCMS und weitere zur Verfügung, die alle ein sogen. CMS (Content Mangement System) und damit eine einfache Verwaltung der Website ermöglichen.

Es gibt eine ganze Reihe von Firmen, die sich auf das «Web Hosting» spezialisiert haben. Neben den bereits erwähnten Switchplus und Swissdomain machen auch www.hosttec.ch, www.dynamic-net.ch, www.netzone.ch und in Deutschland z.B. www.websitepark.de einen guten Eindruck. Die Kosten sind bescheiden, für 0 bis 10 Franken monatlich erhält man reichlich genug Speicherplatz. Möchte man eine eigene Webadresse – einen eigenen «Domain Name» –, so bezahlt man zusätzlich pro Jahr eine kleine Gebühr, bei Switch (www.switch.ch) sind es 17 Franken.

Etzel Gysling    

 

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