Pharma-Kritik

Behandlung der Fibromyalgie

Alexandra Röllin
pharma-kritik Jahrgang 39, PK1042, Online-Artikel
Redaktionsschluss: 26. April 2018
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2017.1042
Medikamente spielen bei der Behandlung der Fibromyalgie eine untergeordnete Rolle - sie helfen nur einem Teil der betroffenen Personen. Viel wichtiger sind nicht-medikamentöse Massnahmen (Selbstmanagement, körperliches Training, Gespräche).
Eine ausführliche pharma-kritik-Übersicht zum Fibromyalgie-Syndrom liegt schon einige Jahre zurück (1). Wir nehmen deshalb einen kürzlich publizierten Text aus einer unabhängigen Zeitschrift zum Anlass, einen neuen Blick auf die Fibromyalgie zu werfen. Viele Elemente haben sich gegenüber früher nicht verändert; die folgende Zusammenfassung des Artikels aus dem «Australian Prescriber» zeigt aber – zusammen mit Ergänzungen für den schweizerischen Kontext – doch verschiedene neue Erkenntnisse auf (2). Rund 2% der Bevölkerung – darunter zu einem grossen Teil Frauen mittleren Alters – sind von einer Fibromyalgie betroffen. Obwohl die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt sein kann, bleibt die Erkrankung häufig unerkannt. Wie die Krankheit genau zustande kommt, ist zwar nicht bekannt, doch gibt es zunehmend evidenzbasierte Behandlungsansätze, welche sich auf den vermuteten Krankheitsmechanismus abstützen. Da diese vermutlich umso wirksamer sind, je rascher damit begonnen wird, ist es wichtig, dass die Diagnose auch in der Grundversorgung frühzeitig in Betracht gezogen wird (2,3). Das Kardinalsymptom der Erkrankung besteht in diffusen muskuloskelettalen Schmerzen, die verschiedene Körperregionen betreffen und sich insbesondere durch eine generalisierte Druckschmerzhaftigkeit der Muskulatur auszeichnen. Häufige Begleitsymptome sind eine gesteigerte Ermüdbarkeit (Fatigue), Schlafstörungen, kognitive Einschränkungen und psychische Veränderungen. Dabei können die beklagten Beschwerden nicht durch klinische Befunde objektiviert werden.

Pathophysiologie
Bei der Fibromyalgie handelt es sich wahrscheinlich um eine Fehlanpassung des Körpers an den kumulativen Effekt verschiedener psychischer und physischer Stressfaktoren bei gen

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