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 bad drug news

November 2015

Verhalten mit fehlender Impulskontrolle unter Aripiprazol (Abilify®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 3. November 2015

Von der kanadischen Arzneimittelbehörde wird darauf hingewiesen, dass unter Aripiprazol, einem atypischen Neuroleptikum, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne einer fehlenden Impulskontrolle auftreten können. Namentlich sind Fälle von unkontrolliertem Spielen und von gesteigertem sexuellen Verlangen oder Verhalten («Hypersexualität») beschrieben. Mehrheitlich bildeten sich die Symptome wieder zurück, nachdem die Aripiprazol-Dosis reduziert oder das Mittel abgesetzt worden war.

Mitteilung von «Health Canada»: Safety information for antipsychotic drug aripiprazole and risk of certain impulse-control behaviours

Früherer BDN-Text: Aripiprazol (Abilify®): Rückfallprophylaxe bei bipolaren Störungen ist schlecht fundiert

 

Kalziumeinnahme nützt dem Knochen nur wenig

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 17. November 2015

Zwei kürzlich erschienene Metaanalysen befassten sich mit den Auswirkungen, die eine Kalziumeinnahme auf die Knochen erwarten lässt. Die eine Metaanalyse ergab, dass eine Erhöhung der täglichen Kalziumeinnahme via Ernährung oder Kalziumpräparate zu einer geringgradigen Zunahme der Knochendichte führt. Gemäss der anderen Metaanalyse besteht aber kein Zusammenhang zwischen dem über die Nahrung eingenommenen Kalzium und dem Frakturrisiko; auch gebe es höchstens eine geringgradige Evidenz, dass zusätzliche Kalziumpräparate das Frakturrisiko zu senken vermögen. Als Fazit wird formuliert, dass eine Steigerung der Kalziumzufuhr nicht als frakturprophylaktische Massnahme empfohlen werden sollte.

Volltexte der beiden Metaanalysen aus dem BMJ:  Calcium intake and bone mineral density: systematic review and meta-analysis und Calcium intake and risk of fracture: systematic review

 

Halluzinationen unter Melatonin (Circadin®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 25. November 2015

Die neuseeländische Arzneimittelbehörde berichtet von drei Fällen, bei denen nach Einnahme von Melatonin Halluzinationen aufgetreten seien, und zwar noch in derselben Nacht. Nachdem in der Folge auf Melatonin verzichtet wurde, seien bei allen drei Betroffenen keine Halluzinationen mehr vorgekommen. Halluzinationen fänden sich in der Produktinformation unter den Nebenwirkungen bislang nicht erwähnt.

Mitteilung der «New Zealand Medicines and Medical Devices Safety Authority»: Melatonin and the possible risk of hallucinations added to the medicines monitoring scheme

«pharma-kritik»-Text: Melatonin

 
November 2015
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