bad drug news

November 2012

Interaktion zwischen Methotrexat und Protonenpumpenhemmern

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 2. November 2012

Protonenpumpenhemmer können wahrscheinlich zu erhöhten Methotrexat-Spiegeln führen, was bei Personen unter hochdosiertem Methotrexat ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko bedeutet. Die Interaktion scheint darauf zu beruhen, dass Protonenpumpenhemmer den aus den Zellen gerichteten Transport von Methotrexat in die Galle und Urin vermindern.


Mitteilung von «Health Canada»: New Safety Information: Interaction of Proton Pump Inhibitors (PPIs) with Methotrexate

Nähere Informationen zur Interaktion: Methotrexate and Proton Pump Inhibitors

 

Hepatotoxizität von Antiandrogenen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 12. November 2012

In der neusten Ausgabe des «Canadian Adverse Reaction Newsletter» wird die Hepatotoxizität von Antiandrogenen in Erinnerung gerufen, die zur Behandlung des metastasierenden Prostatakarzinoms verwendet werden. Das Problem sei zwar in den Produkteinformationen vermerkt, indessen gebe es nach wie vor Spontanmeldungen über Fälle von Leberschädigungen (Leberenzymanstieg, Ikterus, Leberzellnekrosen u.a.). Unter den beiden in der Schweiz erhältlichen Substanzen scheint das hepatotoxische Risiko höher zu sein bei Cyproteron (Androcur®) als bei Bicalutamid (Casodex® u.a.). 


Artikel aus dem «Canadian Adverse Reaction Newsletter»: Antiandrogens and hepatotoxicity

 

Atypische Femurfrakturen bei Denosumab (Prolia®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 21. November 2012

Bei der Osteoporose-Behandlung mit Denosumab sind Fälle von atypischen Femurfrakturen (subtrochantäre oder proximale diaphysäre Frakturen) beobachtet vorgekommen. Die Häufigkeit wird aufgrund der vorliegenden Daten als sehr gering eingeschätzt (< 1:10’000). Bei Patienten und Patientinnen, die unter Denosumab neu über Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen klagen, muss aber eine Femurfraktur ausgeschlossen werden, wobei bei der Abklärung auch die Gegenseite einbezogen werden soll.


Von Swissmedic zur Verfügung gestellter «Dear Doctor Letter»: Denosumab: Risiko atypischer Femurfrakturen – Neue Vorsichtsmassnahmen

Früherer BDN-Text zu Denosumab: Skelettmetastasen-Behandlung mit Denosumab: Risiko von schweren Hypokalzämien

 

Wirkung von Epiduralinfiltrationen bei Lumboradikulärschmerzen minimal

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 30. November 2012

Epidurale Steroidinfiltrationen werden bei lumboradikulären Schmerzsyndromen mit zunehmender Häufigkeit durchgeführt (wobei verschiedene anatomische Zugangswege – kaudal, interlaminär und transforaminal – benutzt werden). Wie eine neue Metaanalyse zeigt, führen epidural verabreichte Steroide im Vergleich zu Placebo innerhalb der ersten 3 Monate zu einer signifikanten Abnahme der Beinschmerzen um durchschnittlich 6 Punkte (auf einer von 0 bis 100 Punkte reichenden Skala); um auch klinisch relevant zu sein, wird indessen ein Unterschied von mindestens 10 Punkten als nötig betrachtet. Im Langzeitverlauf, das heisst einem Zeitraum von über 1 Jahr, verliert sich die Wirkung der Steroide gegenüber Placebo.


Kurzbeschreibung der Metaanalyse aus den «Annals of Internal Medicine»: Epidural Corticosteroid Injections in the Management of Sciatica: A Systematic Review and Meta-analysis

 
November 2012
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