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 bad drug news

November 2010

Reboxetin (Edronax®) als wirkungsloses und nachteiliges Antidepressivum eingestuft

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 3. November 2010

In einer Metaanalyse wurden 13 Doppelblindstudien zusammengefasst, in denen Reboxetin mit Placebo oder anderen Antidepressiva verglichen worden war; berücksichtigt wurden auch Studien, die bislang nicht veröffentlicht worden waren. Das Fazit der Metaanalyse lautet, dass Reboxetin in Bezug auf Ansprechrate und Rückfallprophylaxe gegenüber Placebo nicht signifikant besser und gegenüber selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) schlechter wirkt. Ebenso zeichnete sich für Reboxetin bei den Nebenwirkungen und den dadurch verursachten Studienabbrüchen ein unvorteilhaftes Bild.

Volltext der Metaanalyse aus dem «British Medical Journal»:
http://reboxetin-bmj.notlong.com

«pharma-kritik»-Text zu Reboxetin:
http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=260

 

Erhöhte Mortalität unter Tigecyclin (Tigacyl®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 9. November 2010

Tigecyclin ist ein Tetrazyklin-Derivat zur Behandlung von schweren Haut-, Weichteil- und Abdominalinfektionen. Wie von Arzneimittelbehörden mitgeteilt wurde, hat eine Analyse von 13 Studien gezeigt, dass die Mortalität unter Tigecyclin höher war als in den mit anderen Antibiotika behandelten Vergleichsgruppen; alle Studien zusammengefasst, betrug sie 4% gegenüber 3%. Es wird deshalb empfohlen, möglichst auf Tigacyclin zu verzichten und andere Antibiotika zu bevorzugen.

Mitteilungen von FDA und Swissmedic:
http://tigecyclin-fda.notlong.com
http://tigecyclin-swissmedic.notlong.com

Übersicht zu Tigecyclin:
http://tigecyclin-jac.notlong.com

 

Nierensteine als Folge der postmenopausalen Hormonsubstitution

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 17. November 2010

Kürzlich ist eine weitere Analyse von Daten der «Womenʼs-Health-Initiative»-Studien veröffentlicht worden. Sie zeigte, dass auf Frauen, die nach der Menopause ein Östrogen oder eine Östrogen-Gestagen-Kombination bekommen hatten, ein signifikant höheres Nierenstein-Risiko lastete. Durch den Hormonersatz stieg die Nierenstein-Inzidenz von 34 auf 39 pro 10ʼ000 Frauenjahre, was einer «hazard ratio» von 1,21 entsprach.

Abstract der Studie aus den «Archives of Internal Medicine»: http://hrt-archives.notlong.com

 

Probleme der mehrjährigen Bisphosphonat-Therapie

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 24. November 2010


Eine britische Fall-Kontroll-Studie befasste sich mit über 15'000 Patienten und Patientinnen, bei denen ein Ösophagus-, Magen oder Kolorektalkarzinom aufgetreten war. Es zeigte sich, dass Personen, die über längere Zeit oral ein Bisphosphonat eingenommen hatten (d.h. wenn mindestens zehn Verschreibungen stattgefunden oder die Behandlung mindestens 3 Jahre gedauert hatte), im Vergleich zur Kontrollgruppe ein ungefähr doppelt so hohes Ösophaguskarzinom-Risiko aufwiesen. Auf die Inzidenz von Magen- und Kolorektalkarzinomen hatten die Bisphosphonate dagegen keinen Einfluss.

Volltext der Fall-Kontroll-Studie aus dem «British Medical Journal»:
http://bisphosphonate-bmj.notlong.com

Die FDA hat nochmals auf das Problem der atypischen subtrochantären Femurfrakturen hingewiesen. Zwar sei ein kausaler Zusammenhang nicht belegt; doch seien solche Femurfrakturen, die selten vorkommen bzw. weniger als 1% der Femurfrakturen ausmachen, bisher mehrheitlich bei Leuten vorgekommen, die Bisphosphonate erhalten haben. Auch hier dürfte die Gefährdung mit zunehmender Dauer der Bisphosphonat-Behandlung steigen.

FDA-Information:
http://bisphosphonate-fda.notlong.com

Frühere BDN-Texte zu Bisphosphonaten:
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=239
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=203
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=104
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=22

 
November 2010
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