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Steroide in der Schwangerschaft erhöhen Risiko einer psychischen Erkrankung beim Kind

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 17. Juni 2020

Schwangeren Frauen, bei denen eine Frühgeburt droht, verabreicht man Steroide, um die fetale Lungenreifung zu beschleunigen und die Gefahr gewisser neonataler Komplikationen zu senken. Während der unmittelbare Nutzen der Steroidprophylaxe für das Neugeborene unbestritten ist, birgt sie gemäss einer aktuellen retrospektiven Kohortenstudie vermutlich doch gewisse Risiken: so beobachtete man, dass nach einer intrauterinen Steroidexposition sich später in der Kindheit signifikant häufiger psychische Erkrankungen entwickelten als in der Kontrollgruppe ohne Steroidexposition, und zwar mit einer «Hazard Ratio» von 1,33 (1,26–1,41).

Kurzform der Studie aus dem JAMA: Associations Between Maternal Antenatal Corticosteroid Treatment and Mental and Behavioral Disorders in Children

Vorausgegangener BDN-Text: Steroide können Frühgeburtlichkeit erhöhen

 
Steroide in der Schwangerschaft erhöhen Risiko einer psychischen Erkrankung beim Kind (17. Juni 2020)
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