«Ottawa Knee Rules» erlauben Ausschluss von Frakturen

  • m -- Bachmann LM, Haberzeth S, Steurer J et al. The accuracy of the Ottawa knee rule to rule out knee fractures: a systematic review. Ann Intern Med 2004 (20. Januar); 140: 121-4 [Link]
  • Zusammengefasst von: Matthias Egger
  • infomed screen Jahrgang 8 (2004) , Nummer 4
    Datum der Ausgabe: April 2004

Die «Ottawa Knee Rules» sind eine auf klinischen und anamnestischen Angaben beruhende diagnostische Entscheidungshilfe, welche Frakturen ausschliessen und die Anzahl von unnötigen Röntgenbildern nach stumpfem Knietrauma reduzieren soll. In dieser Meta-Analyse wurden die Testcharakteristika der «Ottawa Knee Rules» untersucht. Studien wurden dann berücksichtigt, wenn sie Angaben zu Sensitivität und Spezifität der «Ottawa Knee Rules» enthielten und ein definitiver Frakturausschluss mittels Röntgenbildern allein oder kombiniert mit klinischen Nachkontrollen erfolgte.

Sechs Studien (4'249 Patienten) wurden in die Meta-Analyse aufgenommen. Die Sensitivität betrug zusammengenommen 98,5%, und die Spezifität 48,6%. Bei einer Frakturprävalenz von 7 Prozent (mittlere Prävalenz aus den 6 Studien) reduziert sich die Frakturwahrscheinlichkeit nach negativen «Ottawa Knee Rules» auf 0,37%. Allerdings sind die bisher durchgeführten Studien zu klein, um eine niedrigere Sensitivität und höhere Anzahl von falsch negativen Befunden mit Sicherheit auszuschliessen. Bevor diese einfache Entscheidungshilfe in der Praxis breit eingesetzt wird, sind deshalb weitere Studien notwendig.

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infomed-screen 8 -- No. 4
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«Ottawa Knee Rules» erlauben Ausschluss von Frakturen (April 2004)