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Internet-Hilfen (kein Passwort)

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Zusammengefasst von: Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 20 (2016) , Nummer 2
Datum der Ausgabe: April 2016

Nicht für alle Leute ist es ganz leicht, sich mit den digitalen Geräten und dem Internet zurechtzufinden. Unter unseren Patientinnen und Patienten hat es zwar immer wieder solche, die sich perfekt auskennen – aber auch solche, die schon von vergleichsweise einfachen Aufgaben überfordert sind. Mehr und mehr sollte das Internet jedoch auch älteren Leuten und körperlich Behinderten einen Nutzen im Alltag bieten. Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

Am bekanntesten ist wohl das Angebot von Skype (www.skype.com), das unter anderem kostenlose Videogespräche ermöglicht und, einmal eingerichtet, mit minimalem Aufwand verwendet werden kann. Skype funktioniert mit einem beliebigen Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, also auch mit Smartphones und Tablets. So können alle – auch Leute mit geringer Mobilität – mit Bekannten und Verwandten kommunizieren. Das Programm bietet noch einiges mehr, z.B. die Option, mehrere Leute an einem Gespräch teilnehmen zu lassen.

Besonders an kleineren Geräten (z.B. Mobiltelefonen) ist manchmal die Eingabe von Suchbegriffen oder Instruktionen durch einfaches Sprechen eine Hilfe. Die Spracheingabe ist heute an Geräten mit verschiedenen Betriebssystemen (Android, iOS, Windows) möglich. Dazu sind in der Regel keine speziellen Kenntnisse oder Techniken notwendig. Natürlich wird nicht jedes Wort gleich erkannt; dennoch kann die Spracheingabe z.B. auch zum Starten eines Telefongesprächs, für SMS oder Notizen verwendet werden. Siri (iOS), «oK Google» (Android) und Cortana (Windows) sind heute schon recht leistungsfähig.

Praktisch ist auch, dass man sich SMS und Mails vorlesen lassen kann (iOS siehe: http://goo.gl/iU6IJE, Android siehe: http://goo.gl/e8vFgQ). Diese Möglichkeit ist teilweise in das Betriebssystem integriert, teilweise durch spezielle Apps gewährleistet.

Personen mit starker Sehbehinderung profitieren von «sprechenden Karten» in einer iOS-App, die Ariadne GPS heisst (Preis: CHF 6.-); für Android ist diese App nicht erhältlich. Es gibt aber auch für dieses Betriebssystem einige Hilfen für Sehbehinderte (https://goo.gl/3wYmFZ).

Unter der Adresse http://wheelmap.org findet man Karten, auf denen man für öffentliche Gebäude, Läden, Restaurants usw. feststellen kann, ob diese rollstuhlgängig (bzw. teilweise oder gar nicht rollstuhlgängig) sind. Die entsprechenden Angaben sind zur Zeit noch recht unvollständig, können aber ohne weiteres von jedermann ergänzt werden.

Ein besonderes Google-Angebot darf nicht unerwähnt bleiben, da es sich für Personen eignet, die nicht in der Lage sind, Ausstellungen oder Museen zu besuchen. Es handelt sich um das Google Cultural Institute (www.google.com/culturalinstitute/), das es – neben vielen anderen Angeboten – ermöglicht, berühmte Museen virtuell zu besuchen. Unbedingt sehenswert ist die reich annotierte Zusammenstellung von Kostbarkeiten des British Museums («Museum of the World», im Rahmen der «Chrome Experiments», https://britishmuseum.withgoogle.com/). Zu jedem Objekt, das dabei vorgestellt wird, gibt es auch einen gesprochenen Text (in englischer Sprache).

Etzel Gysling  

 

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