INTERNET CORNER: Nachrichten und Notizen

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  • Zusammengefasst von: Etzel Gysling
  • infomed screen Jahrgang 18 (2014) , Nummer 6
    Datum der Ausgabe: November 2014

Sehr viele Leute sind heute fast ständig über ein mobiles Gerät nicht nur mit dem Telefon oder mit SMS, sondern auch via Internet erreichbar. (Ob dies ein Glück oder ein Unglück ist, möchte ich hier nicht diskutieren.) Für andere ist eine digitale Kommunikation auch deshalb selbstverständlich, weil sie einen Teil ihrer Zeit vor dem Computer-Bildschirm verbringen. Jedenfalls verfügt schon bald fast jedermann über verschiedene Geräte (mehrere Computer oder mobile Geräte). Darum sind Programme gefragt, die Nachrichten und Notizen mit minimalem Aufwand den eigenen oder «befreundeten» Geräten weitervermitteln. Sinnvolle Anwendungen sind zahlreich: Einmal möchte ich den Link zu einer Webadresse aufbewahren, einmal jemandem schnell ein Bild oder eine andere Datei zustellen, einmal meiner Frau eine kurze Mitteilung machen, einmal eine Adresse so festhalten, damit ich nachher den Weg zu diesem Ort schnell finde und so weiter …

Programme, die Notizen an einem Gerät aufbewahren, gibt es ja schon lange. Ebenfalls seit Jahren existieren Möglichkeiten, wie man anderen Leuten Zugang zu eigenen Fotos oder Dateien vermitteln kann. Hier möchte ich aber über Programme berichten, die eine möglichst mühelose Anwendung im Sinne der oben erwähnten Beispiele ermöglichen. Oft eignen sich solche Anwendungen nur für den eigenen Gebrauch (d.h. nur eigene Geräte werden «synchronisiert»), mit anderen lassen sich aber auch andere Leute erreichen, sofern diese das entsprechende Programm ebenfalls eingerichtet haben. Auf Software, die einer weiteren Verbreitung dient (z.B. via Facebook oder Twitter), werde ich aber hier nicht eingehen.

Ein Programm, das allen in den Beispielen genannten Aufgaben gerecht wird, heisst Pushbullet. Es ist sowohl für Windows- und Mac-Computer wie auch für iOS- und Android-Geräte erhältlich (www.pushbullet.com), hat aber bisher noch nicht in allen Betriebssystemen die gleiche Funktionalität. Damit kann ich z.B. mit dem Handy von unterwegs im Nu eine Kurzmeldung auf dem Bildschirm des Praxissekretariats erscheinen lassen (sofern das Programm auf dem letzteren auch installiert ist). Die Meldung wird «gepusht» - sie erscheint quasi automatisch, muss nicht «geholt» werden. Oder: ich sende mir von meinem Computer aus eine Adresse an ein mobiles Gerät. An diesem wird dann gleich ein Plänchen zu dieser Lokalisation angezeigt. Oder: ich verschicke von einem Tablet ein Ferienfoto an einen Enkel, auf dessen iPod Touch das Bild dann nach wenigen Minuten angezeigt wird. Voraussetzung für alle diese Tricks ist natürlich, dass die Geräte auch tatsächlich mit dem Internet verbunden sind.

Mit anderen Programmen ist es immerhin möglich, Inhalte auf verschiedenen eigenen Geräten zu synchronisieren. Bekannt ist z.B. das Google-Programm Keep (https://keep.google.com), mit dem Notizen, Fotos u.ä. von verschiedenen Geräten her abgerufen werden können. Ähnliche Funktionen weist Pocket (https://getpocket.com) auf. Es gibt noch eine ganze Reihe von Programmen, die in der Regel wenigstens einen Teil der Funktionen von Pushbullet erfüllen. Eine gute Adresse, sich dazu zu informieren, ist alternativeTo (http://alternativeto.net). Wie immer sind es schliesslich persönliche Vorlieben, die den Ausschlag geben, das eine oder das andere Programm auch tatsächlich zu verwenden.

Etzel Gysling

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infomed-screen 18 -- No. 6
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Nachrichten und Notizen (November 2014)