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Alerts (kein Passwort nötig)

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Zusammengefasst von: Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 17 (2013) , Nummer 2
Datum der Ausgabe: April 2013

Alerts: einmal mehr ein englisches Wort, das sich auf Deutsch nicht ebenso kurz wiedergeben lässt. Alerts sind «personifizierte» Mitteilungen zu Themen oder Stichwörtern, die man selbst ausgewählt hat. Solche Alerts werden auf verschiedenen Websites angeboten. Völlig kostenlos kann jedermann in Auftrag geben, via e-mail eine Mitteilung zu bekommen, wenn etwas Neues zu den selbstgewählten Stichwörtern veröffentlicht wird. Ohne weitere menschliche Intervention überwacht dann der Computer des Anbieters diese Stichwörter und «reagiert» mit einer Mitteilung, wenn er dazu etwas Neues entdeckt.

Aus medizinischer Sicht sind Alerts von Medline besonders nützlich. Interessiere ich mich beispielsweise für Publikationen zum Thema «Betablocker und Herzinsuffizienz», dann gebe ich die folgenden beiden «Medical Subjects Headings» (MeSH) als Suchauftrag ein: «Adrenergic beta-Antagonists» und «Heart Failure». (Beliebige Suchbegriffe in englischer Sprache können eingegeben werden; die Verwendung von MeSH ist keineswegs obligatorisch, sichert aber eine zuverlässige Ausbeute.) Damit ich Alerts bekommen kann, muss ich mich beim amerikanischen National Center for Biotechnology Information (NCBI), das auch die Medline-Datenbank (Pubmed) verwaltet, als Anwender identifiziert haben (http://goo.gl/GdqGP). Wenn jemand kein NCBI-Konto hat, können auch Benutzername und Passwort eines Google- oder PayPal-Kontos verwendet werden. Ist man einmal mit den persönlichen Angaben identifiziert, so ist es kinderleicht, eine Suche «aufzubewahren» (Save Search – auf der Pubmed-Resultateseite gleich unterhalb der Suchzeile) und dann auch einen entsprechenden Alert-Auftrag («e-mail updates of new search results») zu definieren. Ein solcher Auftrag kann jederzeit modifiziert oder beendet werden, am einfachsten in «My NCBI» (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/myncbi/).

Es ist aber auch möglich, via RSS (statt via e-mail) über neue Publikationen zu den gewählten Stichwörtern informiert zu werden. Dazu wählt man unterhalb der Suchzeile den Begriff «RSS» und definiert dann noch kurz die Titel und Umfang des RSS (Tutorial zu diesem Thema: http://goo.gl/ZLK1s).

Auch in der britischen Tripdatabase ist eine «automatische» Suche möglich (http://www.tripdatabase.com/account/profile). Hier werden die Resultate (einmal monatlich) via e-mail zugestellt, «an easy way to keep up to date».

Verschiedene weitere wissenschaftliche Datenbanken bieten ebenfalls Alerts an. Erwähnenswert sind Google Scholar (http://scholar.google.com), Scopus (http://goo.gl/mR8rP), HighWire (http://highwire.stanford.edu/cgi/search?quick) und natürlich auch die PLoS Journals (Konto notwendig: https://register.plos.org/ambra-registration/register.action).

Zuverlässig und nicht selten medizinisch nützlich kann auch ein Google Alert sein. Auch in diesem Fall muss man natürlich für den Google-Server identifizierbar sein, d.h. eine Mailadresse angeben (oder ein Google-Konto haben). Suchbegriffe können in der Sprache der eigenen Wahl abgefasst sein – man kann also gut nach «Betablocker und Herzinsuffizienz» suchen. Genauere Angaben finden sich im «Leitfaden für die ersten Schritte» (http://goo.gl/ZxscB).

Etzel Gysling

 

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