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Zoledronsäure reduziert Frakturrisiko bei Männern mit Osteoporose

r -- Boonen S, Reginster JY, Kaufman JM et al. Fracture risk and zoledronic acid therapy in men with osteoporosis. N Engl J Med 2012 (1. November); 367:1714-23 [Link]
Zusammengefasst von:
infomed screen Jahrgang 17 (2013) , Nummer 1
Datum der Ausgabe: Februar 2013

In dieser internationalen Doppelblindstudie wurde bei 1'199 osteoporotischen Männern, die regelmässig Calcium, Vitamin D und zu Studienbeginn und nach zwölf Monaten je 5 mg Zoledronsäure (Aclasta® u.a.) oder Placebo als intravenöse Infusion erhalten hatten, nach zwei Jahren  in Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule die Rate neuer Wirbelfrakturen bestimmt (primärer Endpunkt). Diese hatte mit 1,6% unter Zoledronsäure im Vergleich zu 4,9% unter Placebo signifikant abgenommen. Das entspricht einer Abnahme des absoluten Risikos von 3,3 Prozent und einer relativen Risikoreduktion von 67%. Um eine radiologisch diagnostizierte Fraktur zu verhindern, mussten 30 Männer behandelt werden («Number Needed to Treat» – NNT). Das klinische Frakturrisiko (Wirbelfrakturen und andere) und schwere Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen statistisch nicht verschieden. Da eine günstige Wirkung einmal mehr nur radiologisch nachgewiesen wurde, helfen auch die Ergebnisse dieser Studie wenig beim Entscheid, wann man eine Bisphosphonattherapie beginnen soll.


Telegramm von Niklaus Löffel

 

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Zoledronsäure reduziert Frakturrisiko bei Männern mit Osteoporose (Februar 2013)
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