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Sturzrisiko kein Argument gegen Antikoagulation

k -- Donzé J, Clair C, Hug B et al. Risk of falls and major bleeds in patients on oral anticoagulation therapy. Am J Med 2012 (August); 125, 773-8 [Link]
infomed screen Jahrgang 16 (2012) , Nummer 6
Datum der Ausgabe: Dezember 2012

In der Literatur wird das Sturzrisiko als häufigster Grund für den Verzicht auf eine orale Antikoagulation angegeben. In dieser prospektiven Kohortenstudie wurden an verschiedenen Schweizer Universitätskliniken alle internistischen Patientinnen und Patienten untersucht, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums – stationär oder ambulant – neu antikoaguliert worden waren. Gemäss einem standardisierten Fragebogen hatten 60% dieser Personen ein deutlich erhöhtes Risiko zu stürzen. Während einer Beobachtungszeit von einem Jahr wurden bei 35 von 515 Personen (7%) schwerere Blutungen beobachtet. Sie waren bei denjenigen mit erhöhtem Sturzrisiko aber nicht signifikant häufiger als bei den übrigen. Häufiger als durch einen Sturz waren Blutungen durch einen INR-Wert ausserhalb des Zielbereichs verursacht.

Telegramm von Niklaus Löffel

 

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Sturzrisiko kein Argument gegen Antikoagulation (Dezember 2012)
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