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Der Schreibtisch im Internet (ohne Passwort zugänglich)

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Zusammengefasst von: Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 16 (2012) , Nummer 1
Datum der Ausgabe: Februar 2012

Seit ich das letzte Mal über Web-basierte Textprogramme berichtet habe, sind fünf Jahre vergangen, die Bedeutung des «Cloud Computing» hat zugenommen und für viele Leute sind in dieser Zeit «Tablet-Computer» à la iPad wichtig geworden. Mit anderen Worten: es ist einfacher und wichtiger geworden, ein Textdokument unabhängig von einem lokal installierten Programm zu starten oder zu bearbeiten. Dabei gilt, dass der Zugang zu Online-Dokumenten normalerweise nur mit einem Benutzernamen und Passwort möglich ist. Der Inhaber oder die Inhaberin eines Textes kann jedoch diesen auch einem grösseren Publikum zugänglich machen.

Von den verschiedenen (in der Basisversion ausnahmslos kostenlosen) Möglichkeiten ist wohl das Google-Angebot (https://docs.google.com) am bekanntesten. Mit dem Online-Programm von Google lassen sich heute Texte recht bequem bearbeiten. Praktisch alle wichtigen, von anderen Programmen her vertrauten Formatierungsoptionen sind gegeben. Google-Dokumente können anderen Personen zum Ansehen, Kommentieren oder auch zum Editieren überlassen werden. Neuerdings können sogar mehrere Personen gleichzeitig an einem Dokument arbeiten.

Auch Microsoft bietet ein analoges Online-Programm (SkyDrive: https://skydrive.live.com) an. Dieses steht auch Leuten zur Verfügung, die lediglich eine (kostenlose) Microsoft Live-ID, aber nicht notwendigerweise auf dem Computer installierte Microsoft-Programme besitzen. Statt im Browser können hier Dokumente mit den eigenen Programmen bearbeitet werden; dazu benötigt man allerdings ein installiertes Textprogramm von Microsoft (MS Word), wenn man das Dokument nicht gleich in den eigenen Computer herunterladen will.

Weitere Online-Programme, die schon seit längerer Zeit zur Verfügung stehen, sind Thinkfree (www.thinkfree.com) und Zoho (www.zoho.com), die beide vergleichbare, aber in den Einzelheiten leicht unterschiedliche Angebote darstellen. Alle bisher erwähnten «Cloud Services» umfassen übrigens nicht nur Text-,  sondern auch Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogramme, d.h. sie können auch statt MS Excel bzw. MS PowerPoint eingesetzt werden. 

Es kann praktisch sein, Dokumente in der Wolke ähnlich zu verwalten wie Dokumente im eigenen Computer. Mit Gladinet Cloud Desktop (http://gladinet.com) ist es möglich, den Google- oder Skydrive-Verzeichnissen einen Laufwerk-Buchstaben auf dem eigenen Computer zuzuordnen und so ohne grosse Umstände auf Online-Dokumente zuzugreifen. Erwähnenswert ist noch, dass alle hier genannten Anwendungen auch über sogen. Apps verfügen, die eine Verwendung an iOS- oder Android-Geräten möglich machen.

Für Leute, die einen Apple-Computer oder ein Gerät mit iOS (iPad usw.) benützen, steht eine «automatische» Synchronisierung mit einem Online-Speicher (iCloud: https://www.icloud.com) zur Verfügung. Neu kann auch gratis ein vollständiges Microsoft-Office-Paket im iPad verwendet werden. Dieses Angebot, Onlive Desktop (http://desktop.onlive.com/), ist aber vorläufig nur via iTunes in den USA erhältlich; auch erfordert die Verwendung mit dem Finger auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm etwas Gewöhnung.

Etzel Gysling

 

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