Auf den 1. Blick scheint es sich bei der Pflanze um einen Doldenblütler zu handeln – bei näherer Betrachtung fallen die fleischigen Blätter auf: Das Riesen-Fettkraut gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Die Blätter ermöglichen es der Pflanze Wasser zu speichern und so längere Trockenperioden zu überstehen. Man bezeichnet dieses Phänomen als Sukkulenz. Das Verbreitungsgebiet liegt in der Schweiz im trockenen Walliser Rhonetal, am Jurasüdfuss und im Tessin. In der Ostschweiz kommt Sedum telephium im Walenseegebiet vor. Neben der gelb blühenden Unterart gibt es auch noch 2 rote, welche auch als Gartenpflanze gezüchtet werden. Die Blütezeit ist Juli bis September, der Lebensraum sind trockene, warme Felsen und Mauern.

Die Gattung Sedum (auf deutsch auch Mauerpfeffer oder Fetthenne genannt) ist in der Schweiz mit ca. 20 Arten vertreten, die aber alle nur 10 bis 30 cm hoch werden - unser «Riese» kann bis 70 cm hoch wachsen.

Mein Bild stammt aus dem Naturschutzgebiet Eichkogel bei Mödling in Niederösterreich.