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Pharma-Kritik

Benzodiazepin-Abhängigkeit

Alexandra Röllin
Reviewer: Rolf Adler
pharma-kritik Jahrgang 37, PK983, Online-Artikel
Redaktionsschluss: 28. März 2016
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2015.983

Eine längerfristige Benzodiazepin-Einnahme führt zu einer Gewöhnung. Wird das (oder die) Mittel abgesetzt, so treten Entzugssymptome auf. Ein Entzug mit dem Ziel der Benzodiazepin-Abstinenz ist deshalb schwierig und längst nicht immer erfolgreich. Manchmal ist eine schadensbegrenzende Erhaltungstherapie vorzuziehen.

Mini-Übersicht
Obwohl es kaum sinnvolle Indikationen für eine Langzeitverschreibung von Benzodiazepinen gibt, eine solche mit diversen Risiken (Abhängigkeit, Einschränkung der Fahrfähigkeit, kognitiver Abbau, Sturzneigung u.a.) einhergeht und in den letzten Jahren die Rezeptpflicht für Benzodiazepine in vielen Ländern verschärft wurde, werden noch immer grosse Mengen dieser Medikamente verschrieben und konsumiert. In der Schweiz geben 6,7% der Personen über 15 Jahre an, in den 30 Tagen vor der Befragung Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen zu haben. Etwa die Hälfte berichtet, diese Medikamente seit mehr als einem Jahr täglich einzunehmen, was auf die Schweizer Wohnbevölkerung hochgerechnet einer geschätzten Anzahl von ungefähr 218'000 Personen mit problematischem Konsum von Benzodiazepinen entspricht (1). Die Zeitschrift «Australian Prescriber» hat eine Verschärfung der Rezeptpflicht in Australien für Alprazolam (Xanax®) – einem verhältnismässig toxischen Benzodiazepin mit hohem Abhängigkeitsrisiko – zum Anlass für einen Artikel über die Behandlungsoptionen bei Benzodiazepin-Missbrauch und -Abhängigkeit genommen (2). Im Folgenden wird dieser Text zusammengefasst und – wo nötig – ergänzt und an die Schweizer Verhältnisse angepasst. Die Ausführungen gelten analog auch für die Abhängigkeit von Benzodiazepin-Analoga (auch «Z-Medikamente» genannt) wie Zolpidem (Stilnox® u.a.) und Zopiclon (Imovane® u.a.).

Prävention
Bereits nach einer kontinuierlichen Benzodiazepin-Einnahme von mehr als 3 bis 4 Wochen muss bei abruptem Absetzen mit Entzugssymptomen gerechnet werden. Durch eine Beschränkung der Verordnung

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