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Pharma-Kritik

Alitretinoin

Urspeter Masche
pharma-kritik Jahrgang 37, Nummer 4, PK961
Redaktionsschluss: 24. Juni 2015
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2015.961

Ein Retinoid für die orale Behandlung des chronischen Handekzems. Es ist mit den typischen Problemen dieser Medikamentengruppe zu rechnen, so dass der Stellenwert von Alitretinoin noch unklar ist.

Alitretinoin (Toctino®) wird zur oralen Behandlung des chronischen Handekzems empfohlen.

Chemie/Pharmakologie
Beim chronischen Handekzem kann man verschiedene Unterformen abgrenzen. Als wichtigste Ursachen kommen eine atopische Dermatitis sowie eine Kontaktdermatitis in Frage. Prädisponiert sind Personen, die beruflich mit potentiellen Allergenen oder viel mit Wasser und Reinigungsmitteln hantieren. Die Behandlung des chronischen Handekzems besteht aus der Elimination auslösender Noxen, der Hautpflege und dann aus einer Lokalbehandlung mit Kortikosteroiden. Bei ungenügendem Ansprechen bieten sich eine Phototherapie oder systemisch verabreichte Medikamente an (wobei die meisten der verwendeten Substanzen dafür nicht offiziell zugelassen sind). Alitretinoin (9-cis-Retinsäure), das sich wie alle Retinoide von Retinol (Vitamin A) ableitet, ist ein Isomer von Tretinoin (all-trans-Retinsäure) und Isotretinoin (13-cis-Retinsäure, Roaccutan® u.a.). Die Wirkung der Retinoide beruht auf ihrer Bindung an nukleäre Rezeptoren, von denen ein Typ A (RAR) und ein Typ X (RXR) bekannt sind. Je nach Retinoid besteht eine unterschiedliche Affinität zu diesen beiden Rezeptoren. Alitretinoin bindet sich an beide Rezeptoren, was die Vorraussetzung für die Wirkung beim chronischen Handekzem zu sein scheint. Durch die Aktivierung der Retinoid-Rezeptoren werden die Zelldifferenzierung und -proliferation beeinflusst; ferner sind damit immunmodulierende und entzündungshemmende Effekte verbunden.(1,2)

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