Schwangerschaftsdiabetes

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik 2026 Juni; 48: PK1468
    Publikationsdatum: 19. Juni 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1468
    • Bei rund 10% der Schwangeren tritt im Verlauf der Schwangerschaft ein Diabetes auf, der nach der Geburt wieder verschwindet («gestational diabetes», GDM)
    • Internationale und viele nationale Fachgremien empfehlen, bei allen schwangeren Frauen in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche einen Toleranztest mit 75 g Glukose durchzuführen.
    • Übersteigen dabei die Blutzucker-Werte nüchtern oder 1 und 2 Stunden nach oraler Belastung bestimmte Grenzwerte (5,1 – 10,0 – 8,5 mmol/l) , so muss ein GDM diagnostiziert werden. Auch andere Screening-Verfahren sind möglich.
    • Bei Frauen mit bekannten Risikofaktoren (z.B. Alter über 35) soll schon im ersten Trimenon ein Nüchtern-Blutzucker oder ein HbA1c bestimmt werden. Werte über 5,0 mmol/l bzw. 5,7% müssen überprüft werden, um einen GDM auszuschliessen.
    • Frauen mit GDM sollen ihren Blutzucker regelmässig selbst kontrollieren. Der GDM soll primär mit angepasster Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität behandelt werden. Genügt dies nicht, so ist eine medikamentöse Therapie indiziert.
    • Insulin gilt nach wie vor als zuverlässigste Therapie des GDM. Heute wird jedoch auch Metformin als mögliche (weniger aufwendige) Option akzeptiert. Metformin kann auch mit Insulin kombiniert werden. Andere Antidiabetika sind bei GDM ungenügend dokumentiert
Geschätzte Lesedauer: Von 13 bis 17 Minuten

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Schwangerschaftsdiabetes (19. Juni 2026)
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pharma-kritik, 48/No. 1
PK1468
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