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Vericiguat (Verquvo®): Begrenzte Indikation bleibt
- Autor(en): Urspeter Masche
- pharma-kritik-Jahrgang 48
, Nummer 4, PK1451
Publikationsdatum: 23. April 2026
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1451 - In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde untersucht, ob Vericiguat auch günstig wirkt, ohne dass eine kardiale Dekompensation vorangegangen ist.
Die Zulassung von Vericiguat, einem Stimulator der Guanylatzyklase, ist auf herzinsuffiziente Personen mit vermindertem Schlagvolumen beschränkt, die eine kardiale Dekompensation erlitten (und sich davon erholt) haben. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde nun untersucht, ob Vericiguat auch günstig wirkt, ohne dass eine kardiale Dekompensation vorangegangen ist.
6105 Patienten und Patientinnen mit einer Herzinsuffizienz (Auswurffraktion ≤40%) erhielten entweder Vericiguat oder Placebo. Die Vericiguat-Dosis wurde von 2,5 bis auf maximal 10 mg/Tag titriert; im Durchschnitt betrug sie 8,2 mg/Tag. Der primäre Endpunkt setzte sich zusammen aus Hospitalisation infolge einer Herzinsuffizienz und kardiovaskulär bedingtem Todesfall. Nach einer Beobachtungszeit von 18½ Monaten (Median) war bei 18,0% der Vericiguat- und bei 19,1% der Placebo-Behandelten eines der beiden Primärereignisse aufgetreten, was einer – nicht signifikanten – «Hazard Ratio» von 0,93 (0,83–1,04) entsprach.
Kommentar Die Studie, von der Herstellerfirma finanziert, hätte helfen sollen, die Indikation für Vericiguat so zu erweitern, dass das Medikament allen Personen mit manifester Herzinsuffizienz hätte verabreicht werden können. Angesichts des negativen Studienresultats bleibt Vericiguat – wie wir es schon vor vier Jahren formuliert haben – höchstens ein Reservemittel für ausgewählte Fälle.
Vorgestellter Artikel
Butler J, McMullan CJ, Anstrom KJ, Barash I, Bonaca MP, Borentain M, et al. Vericiguat in patients with chronic heart failure and reduced ejection fraction (VICTOR): a double-blind, placebo-controlled, randomised, phase 3 trial. Lancet. 2025 Sep 27;406(10510):1341-1350. doi: 10.1016/S0140-6736(25)01665-4.
6105 Patienten und Patientinnen mit einer Herzinsuffizienz (Auswurffraktion ≤40%) erhielten entweder Vericiguat oder Placebo. Die Vericiguat-Dosis wurde von 2,5 bis auf maximal 10 mg/Tag titriert; im Durchschnitt betrug sie 8,2 mg/Tag. Der primäre Endpunkt setzte sich zusammen aus Hospitalisation infolge einer Herzinsuffizienz und kardiovaskulär bedingtem Todesfall. Nach einer Beobachtungszeit von 18½ Monaten (Median) war bei 18,0% der Vericiguat- und bei 19,1% der Placebo-Behandelten eines der beiden Primärereignisse aufgetreten, was einer – nicht signifikanten – «Hazard Ratio» von 0,93 (0,83–1,04) entsprach.
Kommentar Die Studie, von der Herstellerfirma finanziert, hätte helfen sollen, die Indikation für Vericiguat so zu erweitern, dass das Medikament allen Personen mit manifester Herzinsuffizienz hätte verabreicht werden können. Angesichts des negativen Studienresultats bleibt Vericiguat – wie wir es schon vor vier Jahren formuliert haben – höchstens ein Reservemittel für ausgewählte Fälle.
Vorgestellter Artikel
Butler J, McMullan CJ, Anstrom KJ, Barash I, Bonaca MP, Borentain M, et al. Vericiguat in patients with chronic heart failure and reduced ejection fraction (VICTOR): a double-blind, placebo-controlled, randomised, phase 3 trial. Lancet. 2025 Sep 27;406(10510):1341-1350. doi: 10.1016/S0140-6736(25)01665-4.
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Vericiguat (Verquvo®): Begrenzte Indikation bleibt (23. April 2026)
Copyright © 2026 Infomed-Verlags-AG
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pharma-kritik, 48/No. 4
PK1451
PK1451
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