Kardiovaskuläre Risiken der Hormonsubstitution

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 48 , PK1429
    Publikationsdatum: 24. März 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1429
  • Die amerikanische Publikation «Worst Pills, Best Pills» berichtet zu den neuerdings in den USA modifizierten Empfehlungen zu der Hormonsubstitution bei Frauen nach der Menopause. 
Die amerikanische Publikation «Worst Pills, Best Pills» berichtet zu den neuerdings in den USA modifizierten Empfehlungen zu der Hormonsubstitution bei Frauen nach der Menopause. Eine Nachanalyse der grossen «Women’s Health Initiative»-Studien aus den 1990er Jahren lässt annehmen, dass das kardiovaskuläre Risiko einer Östrogen- oder Östrogen/Gestagen-Substitution altersabhängig unterschiedlich ist: Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren (oder in den ersten 10 Jahren nach der Menopause) verursachten die Hormone keine Zunahme kardiovaskulärer Erkrankungen. Ältere Frauen – insbesondere jene zwischen 70 und 79 Jahren – hatten dagegen unter der Hormonsubstitution ein klar erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem ergab die neue Analyse, dass der Nutzen bezüglich vasomotorischer Symptome (z.B. Hitzewallungen) mit zunehmendem Alter abnahm. Zu beachten ist allerdings, dass die jetzt untersuchten Endpunkte nicht schon initial definiert wurden und dass deshalb nur von einem Teil der ursprünglich Beteiligten entsprechende Daten analysiert werden konnten. Ausserdem ist nicht völlig klar, wieweit sich diese relativ alten Daten auch auf die aktuell verfügbaren Hormonpräparate applizieren lassen.  

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Kardiovaskuläre Risiken der Hormonsubstitution (24. März 2026)
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pharma-kritik, 48/No. 3
PK1429
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