Pharma-Kritik

Urininkontinenz bei Frauen

Barbara Loeliger
pharma-kritik Jahrgang 42, Nummer 2, PK1105
Redaktionsschluss: 27. August 2020
Zur Behandlung einer Urininkontinenz stehen heute eine Reihe von wirksamen Verfahren zur Verfügung, wobei die nicht-medikamentöse Behandlung eine wichtige Rolle spielt. In dieser Übersicht werden die wichtigsten verfügbaren Optionen kritisch beleuchtet und praktische Hinweise vermittelt.
Das Wichtigste in Kürze
Ein ungewollter Harnverlust ist bei Frauen ein häufiges Problem, das altersabhängig zunimmt. Neben einer verminderten Lebensqualität ist die Urininkontinenz vor allem bei älteren Frauen auch mit einer erhöhten Morbidität verbunden. Die häufigsten Formen sind die Belastungsinkontinenz, der Harnverlust bei hyperaktiver Blase – "Dranginkontinenz" – und die Mischinkontinenz mit Symptomen der beiden Typen. Diagnose und Erstabklärung beinhalten eine gute Anamnese, eine gezielte internistische und vaginale Untersuchung sowie die Erhebung des Urinstatus und des Restharnes. Bei der Dranginkontinenz gehört ein Miktionstagebuch zum Standard. Empfohlen wird eine schrittweise Therapie, die sich an der Art der Blasenschwäche und am Leidensdruck orientiert. Bei der Belastungsinkontinenz steht ein möglichst intensives Beckenbodentraining im Vordergrund. Wenn sich so kein genügender Erfolg erreichen lässt, kann eine Operation mittels suburethraler Schlingenplastik helfen. Manchmal bringen therapeutische Pessare Hilfe.  Für die Dranginkontinenz empfiehlt sich primär ein gezieltes Blasen- und Verhaltenstraining. Bei den Medikamenten (Anticholinergika und Mirabegron) müssen die unerwünschten Wirkungen gut beachtet werden. In schwierigen Fällen kommen Injektionen von Botulinumtoxin oder selten eine sakrale Neuromodulation in Frage.

Update
Seit 1994, als das Thema Urininkontinenz in dieser Zeitschrift letztmals besprochen wurde (1), hat eine Vielzahl von neuen Behandlungsmöglichkeiten Einzug in den klinischen Alltag gefunden. Neben einer Fülle von Medikamenten, meist zur Therapie der Dranginkontinenz, gibt es gute Daten zur Wirksamkeit des Blasen- und Beckenbodentrainings. Die Operationstechniken im Bereich der Belastungsinkontine

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