Pharma-Kritik

Dreimonatskoliken

Natalie Marty
pharma-kritik Jahrgang 40, PK1065, Online-Artikel
Redaktionsschluss: 16. April 2019
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2018.1065
Dreimonatskoliken sind eine grosse Belastung für die betroffenen Familien. Verschiedene Behandlungsformen werden empfohlen, um das übermässige Schreien zu lindern. Doch weder für diätetische Massnahmen noch für medikamentöse Behandlungsformen konnte bisher in klinischen Studien ein Wirksamkeitsnachweis erbracht werden.
Zum Umgang mit den sogenannten Dreimonatskoliken bei Säuglingen ist ein Beitrag in der Ausgabe vom August 2018 des «Australian Prescriber» erschienen (1). In der «pharma-kritik» wurde dieses Thema 1992 in einem Artikel zur Symptomtherapie bei Säuglingen besprochen (2). Die Empfehlungen und die therapeutischen Optionen haben sich seither wenig verändert. Im folgenden Text wird im Wesentlichen der erwähnte Artikel aus dem «Australian Prescriber» zusammengefasst. Als Dreimonatskoliken bezeichnet man übermässiges Schreien ohne bekannte Ursache bei ansonsten gesunden Säuglingen, das nach dem dritten oder vierten Lebensmonat von allein verschwindet. Bis zu 20% der Säuglinge sind betroffen. Zur Einordnung des «übermässigen Schreiens» wurde traditionell die sogenannte Dreierregel nach Wessel et al. verwendet, nach der man von exzessivem Schreien spricht, wenn das Kind mindestens drei Stunden am Tag, mehr als drei Tage in der Woche und länger als drei Wochen hintereinander schreit. Diese aus dem Jahr 1954 stammende Regel wurde 2016 in den «Rome IV Criteria» zur Diagnostik von funktionellen Störungen des Verdauungsapparates durch folgende Kriterien ersetzt (3):

- Alter

Ursachen

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