Pharma-Kritik

Mepolizumab

Urspeter Masche
pharma-kritik Jahrgang 39, Nummer 8, PK1027
Redaktionsschluss: 11. Dezember 2017
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2017.1027

Mepolizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der für schwere Fälle eines sogenannten eosinophilen Asthmas bronchiale vorgesehen ist und das Risiko einer Exazerbation zu vermindern vermag. Der Stellenwert des Medikamentes ist aber, auch wegen des ausserordentlich hohen Preises, noch nicht definiert.

Mepolizumab (Nucala®) steht zur subkutanen Behandlung des sogenannten eosinophilen Asthmas zur Verfügung.

Chemie/Pharmakologie
Eosinophile Granulozyten sind sowohl beim allergisch wie beim nicht-allergisch bedingten Asthma bronchiale häufig die vorherrschenden Entzündungszellen und stehen im Zentrum von verschiedenen Signalwegen, die zu der Hyperreagibilität, Schleimproduktion und dem «Remodelling» der Atemwege beitragen. Findet sich eine hohe Eosinophilenzahl im Sputum oder Blut, spricht man von einem eosinophilen Asthma, im Gegensatz zum nicht-eosinophilen Asthma, bei dem andere immunpathologische Prozesse beteiligt sind.(1,2) Was im Übrigen ein eosinophiles Asthma kennzeichnet, ist aber nicht exakt definiert. Eine entscheidende Rolle bei der Bildung, Reifung und Aktivierung von eosinophilen Granulozyten spielt Interleukin-5 (IL-5). Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG-Antikörper, der gegen Interleukin-5 gerichtet ist und verhindert, dass sich Interleukin-5 an den IL-5-Rezeptor bindet, der auf eosinophilen Granulozyten sitzt. Dadurch wird die Proliferation und die Funktion der eosinophilen Granulozyten gehemmt, was beim eosinophilen Asthma günstige Effekte erwarten lässt.

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