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Pharma-Kritik

Hustenmittel

Renato L. Galeazzi, Etzel Gysling
pharma-kritik Jahrgang 41 , Nummer 9, PK1083
Redaktionsschluss: 26. März 2020
DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2019.1083

Nach heutigen Gesichtspunkten ist der Nutzen der meisten Hustenmittel ungenügend dokumentiert. Bei einem akuten Husten sollte möglichst auf diese Medikamente verzichtet werden. Opioide, aber auch andere Mittel wie Antihistaminika oder schleimhautabschwellende Mittel, sind nicht problemlos. Kinder sollten generell nicht mit Codein und nur ausnahmsweise mit Dextromethorphan behandelt werden. Mukolytika sind nicht sicher wirksamer als Placebos, gelten aber als gut verträglich.

Seit in dieser Zeitschrift eine Übersicht zu den Hustenmitteln veröffentlicht wurde,(1) sind mehr als 30 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat sich auf dem Gebiet der Hustenbehandlung erstaunlich wenig verändert. Husten ist jedoch nach wie vor ein Symptom, das sehr viele Leute veranlasst, in der Apotheke oder in der hausärztlichen Praxis Hilfe zu suchen. Eine Übersicht, die vor einigen Monaten im amerikanischen «Medical Letter on Drugs and Therapeutics» erschienen ist,(2) hat den Anstoss gegeben, dieses Thema erneut näher anzusehen. In den letzten Jahren sind auch grössere Übersichtsarbeiten zu den Hustenmitteln erschienen,(3,4) die im Folgenden mitberücksichtigt werden.

Gründe für Evidenzdefizit
Wie weiter unten dargestellt, ist die Wirksamkeit und Verträglichkeit vieler gebräuchlicher Hustenmittel ungenügend dokumentiert. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass mehrere Umstände dafür verantwortlich sind, dass sich die Evidenz zur Behandlung eines so häufigen Symptoms nicht mehrt.  Ein Teil der Gründe beruht auf der Tatsache, dass die Hersteller von Hustenmitteln kein Interesse haben, die Wirksamkeit ihrer Arzneimittel besser zu dokumentieren – die Mittel werden auch so in grossen Mengen verkauft, verschrieben und (meistens) auch eingenommen. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass diese Medikamente unwirksam wären; die klinische Erfahrung dar

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