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 bad drug news

Januar 2020

Alemtuzumab (Lemtrada®): Autoimmunhepatitits und hämophagozytische Lymphohistiozytose

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 5. Januar 2020

Unter einer Behandlung mit Alemtuzumab, einem bei multipler Skelrose eingesetzten monoklonalen Antikörper, sind Fälle von immunvermittelten Reaktionen wie Autoimmunhepatitis und hämophagozytischer Lymphohistiozytose vorgekommen. Auch wird darauf hingewiesen, dass während der Verabreichung von Alemtuzumab kardiovaskuläre Nebenwirkungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriendissektion und Lungenblutungen aufgetreten sind.

Mitteilung von «Health Canada»: Alemtuzumab – Risk of Autoimmune Hepatitis, Haemophagocytic Lymphohistiocytosis, and Associated Serious Cardiovascular Reactions

Früherer BDN-Text: Arteriendissektionen und Schlaganfälle nach Verabreichung von Alemtuzumab

 

Zink- und Folsäure-Ergänzung hilft nicht bei Infertilität

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 10. Januar 2020

Nahrungsergänzungsmittel zur Förderung der männlichen Fertilität enthalten häufig Zink und Folsäure; wie man aus experimentellen Daten ableitet, sollen beide die Spermatogenese unterstützen. Diese Hypothese hat man nun in einer klinischen Studie überprüft. Knapp 2400 Männer, die sich mit ihren Partnerinnen für eine Infertilitätsbehandlung entschieden hatten, nahmen als Ergänzung während 6 Monaten doppelblind 30 mg Zink und 5 mg Folsäre pro Tag oder die entsprechenden Placebos. Der Prozentsatz der Paare, bei denen innerhalb von 9 Monaten eine Schwangerschaft eintrat, die dann zur Geburt eines lebenden Kindes führte, war in beiden Gruppen gleich (34% mit Zink/Folsäure, 35% mit Placebo). Auch die Spermienqualität wurde durch die Zink/Folsäure-Einnahme nicht signifikant verbessert.

Kurzform der Studie aus dem JAMA: Effect of Folic Acid and Zinc Supplementation in Men on Semen Quality and Live Birth Among Couples Undergoing Infertility Treatment 

 

Domperidon (Motilium® u.a.): In Irland bei Kindern nicht mehr zugelassen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 12. Januar 2020

In Irland darf Domperidon bei Kindern unter 12 Jahren nicht mehr eingesetzt werden. Der Entscheid beruht auf einer Studie, in der Domperidon bei Kindern mit Übelkeit und Erbrechen nicht besser gewirkt hatte als Placebo.

Mitteilung der irländischen Arzneimittelbehörde: Domperidone-Containing Medicines: No Longer Approved for Use in Children Due to Lack of Efficacy

 

Ingenolmebutat (Picato®) soll vorerst nicht mehr verschrieben werden

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 20. Januar 2020

Es wird vermutet, dass die Anwendung von Ingenolmebutat mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko verbunden ist (siehe früheren BDN-Text: Hautkrebs bei Ingenolmebutat). Die europäische Arzneimittelbehörde hat unterdessen die Zulassung einstweilen sistiert; Personen, die wegen einer aktinischen Keratose Ingenolmebutat verwenden, sollen die Behandlung stoppen.

Mitteilung des deutschen Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte: Ingenolmebutat: Ruhen der Zulassungen als Vorsichtsmassnahme angeordnet, die Überprüfung des Hautkrebsrisikos wird fortgesetzt

 
Januar 2020
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