bad drug news

Juli 2019

Erhöhte Mortalität unter Febuxostat (Adenuric®) – Aktualisierte Fachinformation

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 5. Juli 2019

Vor anderthalb Jahren haben wir darauf hingewiesen, dass die vorläufige Analyse einer Phase-IV-Studie gezeigt hatte, dass die kardiovaskuläre und die gesamte Mortalität bei Febuxostat höher ist als bei Allopurinol (Vermehrte Todesfälle unter Febuxostat). Nachdem die Studie publiziert worden ist und sich der Ersteindruck bestätigt hat, reagieren nun die Arzneimittelbehörden und passen die Fachinformation an: so sollte Febuxostat bei Personen, bei denen eine manifeste koronare Herzkrankheit besteht oder die ein zerebrovaskuläres Ereignis erlitten haben, möglichst vermieden werden.

Aktueller «Dear Doctor Letter»: Erhöhtes Risiko für kardiovaskulär bedingte Mortalität und Gesamtmortalität bei mit Febuxostat behandelten Patienten in der CARES-Studie

Volltext der CARES-Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: Cardiovascular Safety of Febuxostat or Allopurinol in Patients with Gout

 

Palbociclib (Ibrance®) und Lungenfibrosen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 13. Juli 2019

In Japan sind unter Palbociclib, einem Kinasehemmer zur Behandlung von fortgeschrittenen Mammakarzinomen, mehrere Fälle von interstitiellen Lungenkrankheiten beobachtet worden, bei denen ein kausaler Zusammenhang als möglich zu betrachten ist. Die japanische Fachinformation soll nun entsprechend angepasst werden.

Mitteilung der japanischen Arzneimittelbehörde: Summary of Investigation Results – Palbociclib

Kurze Übersicht zu Palbociclib: Palbociclib for breast cancer

 

Medikamenteninduzierte Bewegungsstörungen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 14. Juli 2019

Eine australische Publikation liefert einen aktuellen Überblick zu medikamenteninduzierten Bewegungsstörungen – die von relativ harmlosem Tremor bis zu lebensbedrohlichen Reaktionen wie dem Serotonin-Syndrom oder malignen neuroleptischen Syndrom reichen können. Am häufigsten sind Medikamente involviert, die Dopaminrezeptoren blockieren, wie Neuroleptika und Antiemetika. Doch auch etliche andere Medikamente sowie Substanzen, die missbräuchlich verwendet werden (Kokain, Amphetamine, Opioide), können Bewegungsstörungen auslösen.

Übersicht aus dem «Australian Prescriber»: Drug-induced movement disorders

 
Juli 2019
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