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 bad drug news

Februar 2014

Rotavirus-Impfstoffe und Darminvagination

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 1. Februar 2014

Der erste erhältliche Rotavirus-Impfstoff war 1999 vom Markt genommen worden, nachdem sich gezeigt hatte, dass er eine Darminvagination verursachen kann. Nun liegen die Resultate von zwei «Postmarketing»-Studien vor, die untersucht hatten, ob diese Gefahr bei den neueren Impfstoffen ebenfalls vorhanden sei. Obschon die Ergebnisse der beiden Studien nicht ganz identisch sind, lassen sie sich dahingehend interpretieren, dass sowohl der monovalente Impfstoff (RV1, Rotarix®) als auch der in der Schweiz nicht erhältliche pentavalente Impfstoff (RV5, RotaTeq®) das Risiko einer Darminvagination geringgradig erhöhen: auf 100ʼ000 geimpfte Kinder müsse man mit ungefähr 1 bis 5 Fällen einer Darminvagination rechnen.


Kurzfassungen der beiden Studien und Editorial aus dem «New England Journal of Medicine»: Intussusception Risk after Rotavirus Vaccination in U.S. InfantsRisk of Intussusception after Monovalent Rotavirus Vaccination und Rotavirus Vaccines –€ Balancing Intussusception Risks and Health Benefits

Übersicht zu den Rotavirus-Impfstoffen: Rotavirus vaccines: update on global impact and future priorities

 

Postkoitalpille: Wirkung abhängig vom Körpergewicht?

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 4. Februar 2014

Levonorgestrel wird in einer Dosis von 1,5 mg (Norlevo®) zur postkoitalen Empfängnisverhütung («Pille danach») angeboten. Gemäss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA weisen Studiendaten darauf hin, dass diese Notfall-Kontrazeption mit Levonorgestrel bei Frauen über 75 kg vermindert und bei Frauen über 80 kg überhaupt nicht wirksam sei. Der Sachverhalt soll nun noch genauer überprüft werden. Es ist unklar, ob das Problem auch bei Ulipristal (ellaOne®) besteht, der zweiten Substanz, die als Postkoitalpille erhältlich ist.


Mitteilung der EMA: Review of emergency contraceptives started

Übersichten zur Notfall-Kontrazeption: Emerging Options for Emergency Contraception und Emergency contraception: separating fact from fiction

 

Augenerkrankungen unter Mefloquin (Lariam® u.a.)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 12. Februar 2014

Von Swissmedic wurde ein «Dear Doctor Letter» verschickt, in dem auf ophthalmologische Nebenwirkungen hingewiesen wird, die unter Mefloquin beobachtet wurden. Namentlich handle es sich um Netzhautanomalien, Optikusneuropathie und Katarakte – was von den Betroffenen als Sehschwäche oder Verschwommensehen wahrgenommen werde. Ferner wird an die bekannten neuropsychiatrischen Probleme erinnert, die durch Mefloquin ausgelöst werden können.


«Dear Doctor Letter»: Erhöhtes Risiko von Augenerkrankungen in Zusammenhang mit der Anwendung von Mefloquin

Neuere Übersicht zu Mefloquin: The position of mefloquine as a 21st century malaria chemoprophylaxis

 

Saxagliptin (Onglyza®) Ursache von Herzinsuffizienz?

Verfasst von: Etzel Gysling
Datum: 12. Februar 2014

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA wird abklären, ob ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Saxagliptin (Onglyza®) und dem Auftreten einer Herzinsuffizienz besteht. In der SAVOR-Studie, die im Oktober 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, wurden in der Saxagliptin-Gruppe 27% mehr Personen wegen Herzinsuffizienz hospitalisiert als in der Placebo-Gruppe.


Link zum Abstract der SAVOR-Studie
Link zum BDN "Saxagliptin: Keine Reduktion der kardiovaskulären Ereignisse"

Link zur Mitteilung der FDA

 

Leberschäden unter Lenalidomid (Revlimid®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 21. Februar 2014

Eine Behandlung mit Lenalidomid, das beim multiplen Myelom und myelodysplastischen Syndrom verwendet wird, kann mitunter zu einem Leberschaden bzw. einer Hepatitis führen, in seltenen Fällen mit tödlichem Ausgang. Von den Laborwerten her ausgehend, beobachtete man sowohl hepatozelluäre wie cholestatische Verlaufsformen eines Leberschadens.


Mitteilung von «Health Canada»: Revlimid (lenalidomide) –€ Risk of Liver Problems

Früherer BDN-Text zu Lenalidomid: Lenalidomid (Revlimid®): Erhöhtes Risiko von Zweittumoren?

Metaanalyse zur Anwendung von Lenalidomid beim multiplen Myelom: Lenalidomide treatment for multiple myeloma: systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials

 
Februar 2014
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