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 bad drug news

Juli 2012

Hydroxyäthylstärke unterlegen gegenüber Ringerlaktat

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 7. Juli 2012

In einer Einfachblindstudie wurde bei 798 Patienten und Patientinnen mit schwerer Sepsis die Hypovolämiebehandlung entweder mit Hydroxyäthylstärke (HÄS) oder mit Ringerlaktat durchgeführt. Verwendet wurde Hydroxyäthylstärke mit der mittleren Molekularmasse von 130 kD und einem Substitutionsgrad von 0,4 (Venofundin®, Voluven®). Den primären Endpunkt bildete der Anteil der Personen, die nach 90 Tagen gestorben waren oder bei denen sich eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz entwickelt hatten. Dieser Prozentsatz betrug unter HÄS 51% und unter Ringerlaktat 43% – wobei für den Unterschied die signifikant höhere Mortalität unter HÄS verantwortlich war.

Volltext der Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: Hydroxyethyl Starch 130/0.4 versus Ringer’s Acetate in Severe Sepsis

«pharma-kritik»-Nummer: Plasmaersatzstoffe

 

Clopidogrel (Plavix® u.a.): Vorteilhafte Wirkung ans Rauchen gebunden?

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 15. Juli 2012

In einem Artikel im JAMA wird die Vermutung geäussert, dass die plättchenhemmende Wirkung von Clopidogrel bei Personen, die nicht rauchen, weniger ausgeprägt ist als bei solchen, die rauchen. Dieser Schluss stützt sich auf die Analyse der wichtigsten grossen Studien, die mit Clopidogrel durchgeführt worden sind; in diesen Untersuchungen habe die Reduktion der primären Endpunkte (kardiovaskuläre Ereigneisse u.a.) jeweils nur in der Untergruppe der Raucher und Raucherinnen statistische Signifikanz erreicht. Der Grund liegt möglicherweise darin, dass Rauchen das Zytochrom CYP1A2 induziert, das neben anderen Zytochromen bei der Aktivierung von Clopidogrel eine Rolle spielt. 


Volltext des Artikels aus dem JAMA: Clopidogrel Efficacy and Cigarette Smoking Status

«pharma-kritik»-Nummer: Clopidogrel

 

Ambrisentan (Volibris®): Kontraindiziert bei idiopathischer Lungenfibrose

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 18. Juli 2012

Ambrisentan, ein Endothelin-Rezeptorantagonist zur Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie, gilt neu bei Personen mit idiopathischer Lungenfibrose als kontraindiziert. Dieser Entscheid wurde gefällt, nachdem in einer Studie bei solchen Patienten und Patientinnen in der Ambrisentan-Gruppe mehr respiratorische Probleme, Hospitalisationen und Sterbefälle aufgetreten waren als in der Placebogruppe.


Von Swissmedic verschickter «Dear Doctor Letter»: Volibris® (Ambrisentan): Neue Kontraindikation bei Patienten mit idiopathischer pulmonaler Fibrose

Übersichtsartikel zu Ambrisentan: A review of pulmonary arterial hypertension: role of ambrisentan

 

Schwere Hautreaktionen durch Panitumumab (Vectibix®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 20. Juli 2012

Gemäss einer von der deutschen Arzneimittelkommission verschickten Meldung treten unter Panitumumab – einem monoklonaler Antikörper, der bei bestimmten metastasierenden Kolorektalkarzinomen in Frage kommt – häufig schwere Haut-Nebenwirkungen (grossflächige Ausschläge u.a.) auf. Dazu gehören auch Hautnekrosen. Es sind fünf Fälle von nekrotisierender Fasziitis bekanntgeworden, von denen drei tödlich verliefen.

In Deutschland publizierter «Dear Doctor Letter»: Vectibix® (Panitumumab): lebensbedrohliche entzündliche und infektiöse Komplikationen mit tödlichem

Frühere BDN-Texte zu Panitumumab: Keratitis unter Panitumumab (Vectibix®) und Metastasierendes Kolorektalkarzinom: Monoklonale Antikörper grösstenteils nicht kosteneffizient

 
Juli 2012
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