bad drug news

März 2012

Überempfindlichkeitsreaktionen und Pankreatitis unter Saxagliptin (Onglyza®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 12. März 2012

In Deutschland ist ein «Dear Doctor Letter» herausgegeben worden, in dem auf Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen, Angioödeme) verwiesen wird, die unter Saxagliptin aufgetreten sind. Ferner seien bei Saxagliptin – wie man es von den anderen Dipeptidylpeptidase-4-Hemmern kennt – ebenfalls Fälle einer akuten Pankreatitis beobachtet worden.

Deutscher «Dear Doctor Letter»

Früherer BDN-Text zu Dipeptidylpeptidase 4-Hemmer: Pankreatitis als Nebenwirkung von Sitagliptin (Januvia®)

«pharma-kritik»-Texte zu den Dipeptidylpeptidase-4-Hemmern (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich):  Saxagliptin, Sitagliptin und Vildagliptin

 

Herzrhythmusstörungen unter Domperidon (Motilium®)

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 22. März 2012

Laut der kanadischen Arzneimittelbehörde gibt es Hinweise, dass Domperidon – vermutlich infolge einer QT-Zeit-verlängernden Wirkung – mit ventrikulären Arrhythmien und plötzlichem Herztod assoziiert ist. Die Gefahr bestehe insbesondere, wenn eine Tagesdosis von mehr als 30 mg oder das Mittel bei über 60-jährigen Personen eingesetzt werde. Problematisch ist zudem die gleichzeitige Verabreichung mit CYP3A4-Hemmern, die zu erhöhten Domperidon-Spiegeln führen kann.

Mitteilung von «Health Canada»

Übersichtsartikel zu Domperidon

 

Pelargonium-Extrakte und Leberschäden

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 29. März 2012

Aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides), einer südafrikanischen Geranienart, wird ein Extrakt gewonnen, der als Mittel gegen akute Bronchitiden angepriesen wird. Entsprechende Fertigprodukte (Kaloba®, Umckaloabo®) sind seit einigen Jahren – auch in Drogerien – erhältlich. Gemäss dem aktuellen «Bulletin zur Arzneimittelsicherheit» sind in Deutschland unterdessen 30 Fallberichte zusammengekommen, in denen nach Einnahme von Pelargonium-Extrakten hepatische Nebenwirkungen aufgetreten sind (als Hepatitis, Ikterus oder Leberschädigung beschrieben). Zumindest in einzelnen Fällen wird die Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs als erheblich eingestuft.

Aktuelles «Bulletin zur Arzneimittelsicherheit» mit dem Abschnitt zu Pelargonium (Seite 6 f.)

 
März 2012
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