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 bad drug news

Februar 2006

Tibolon (Livial®): Studienabbruch wegen vermehrter Schlaganfälle

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 28. Februar 2006

Tibolon ist ein synthetisches Steroidhormon, das gegen Postmenopausen-Beschwerden und zur Osteoporoseprophylaxe eingesetzt wird. In einer grossen Untersuchung ("Long term Intervention on Fractures and other endpoints Trial" = LIFT-Studie) fand man bei einer Zwischenanalyse, dass mit Tibolon behandelte Frauen zwar weniger osteoporotische Frakturen, dafür aber häufiger Schlaganfälle erlitten hatten als diejenigen der Kontrollgruppe, weshalb nun die Studie vorzeitig abgebrochen wurde.

Information zum Abbruch der Tibolon-Studie:
http://www.dkma.dk/1024/visUKLSArtikel.asp?artikelID=8196

"pharma-kritik"-Nummer zu Tibolon (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk05a-03.html

 

Ximelagatran/Melagatran (Exanta®) wird wegen Hepatotoxizität zurückgezogen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 16. Februar 2006

Ximelagatran/Melagatran ist ein Thrombinhemmer, der vor rund einem Jahr für die Thromboembolie-Prophylaxe bei orthopädischen Operationen eingeführt worden ist. Die Herstellerfirma hat nun mitgeteilt, dass Ximelagatran/Melagatran zurückgezogen wird. Als Auslöser dieses Entscheids wird der Fall einer schweren Leberschädigung genannt, der während einer klinischen Studie beobachtet worden ist. Das hepatotoxische Potential von Ximelagatran/Melagatran war allerdings bereits bei der Einführung bekannt und ein wichtiger Grund dafür, dass das Mittel in der Schweiz nur für eine Kurzzeitbehandlung und zum Beispiel in den USA gar nie zugelassen wurde.

Information von Swissmedic zum Rückzug von Ximelagatran/Melagatran: http://www.swissmedic.ch/cgi/news/index.asp?sitetype=laien&news_id=4777

"pharma-kritik"-Nummer zu Ximelagatran/Melagatran (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/abo/pk01a-05.html

 

Bufexamac (Parfenac®) sollte wegen seiner sensibilisierenden Wirkung nicht mehr eingesetzt werden

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 1. Februar 2006

Bufexamac ist ein nicht-steroidaler Entzündungshemmer, der in der Schweiz unter dem Namen Parfenac® zur äusserlichen Behandlung von Ekzemen, Sonnenbrand oder Insektenstichen erhältlich ist. Allerdings führt Bufexamac häufig zu Kontaktallergien; so konnte man bei fast 1,5% der Personen, die Bufexamac anwendeten, via Epikutantest eine Sensibilisierung nachweisen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Nebenwirkung nicht erkannt wird, da sie sich kaum von der Grundkrankheit unterscheidet. Gemäss der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) sollen deshalb Bufexamac-haltige Produkte nicht mehr verwendet werden; zudem fordert sie regulatorische Massnahmen (im Gegensatz zur Schweiz sind in Deutschland mehrere Präparate mit Bufexamac rezeptfrei erhältlich). Informationen zu Bufexamac (AkdÄ-Newsletter):
http://www.akdae.de/49/897_2006_094.html

 
Februar 2006
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