bad drug news

Februar 2005

Viele Sehbehinderte können Packungsbeilagen nicht lesen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 22. Februar 2005

Gemäss einer Studie, die im "British Journal of Ophthalmology" veröffentlicht wurde, bekunden Sehbehinderte oft Mühe, die Packungsbeilagen von Augentropfen bzw. anderen Medikamenten zu lesen. Für die meisten Personen, deren Visus auf der Snellen-Skala unter 6/18 liegt, sind die üblichen Schriftgrössen zu klein. Es wird deshalb empfohlen, für Sehbehinderte Medikamenteninformationen in vergrösserter Schrift verfügbar zu machen. Abstract der Studie:
http://bjo.bmjjournals.com/cgi/content/abstract/88/12/1541

 

Statine in der Schwangerschaft: Kontraindikation verschärft

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 11. Februar 2005

Die australische Arzneimittelbehörde hat kürzlich alle Statine von der Schwangerschaftskategorie C in die strengere Kategorie D umgeteilt. Damit wird im letzten Jahr publizierten Beobachtungen Rechnung getragen, dass Statine nicht nur im Tierversuch, sondern auch beim Menschen teratogene Wirkungen gezeigt haben (Cholesterin ist ein essentieller Baustein für die fetale Entwicklung). Frauen, die schwanger werden wollen, sollten keine Statine nehmen bzw. Statine müssen sofort gestoppt werden, wenn eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Meldung im "Australian Adverse Drug Reactions Bulletin":
http://www.tga.gov.au/adr/aadrb/aadr0502.htm#4

Frühere BDN-Texte zu Statinen:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn39.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn116.html

 

Hochdosiertes Vitamin E (über 400 E/Tag) steigert Gesamtmortalität

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 4. Februar 2005

In einer Metaanalyse, die sich auf Daten von über 130'000 Personen stützte, wurde der Einfluss von Vitamin E auf die Gesamtmortalität untersucht. Während man mit Vitamin-E-Dosen unter 400 E/Tag eine um 2% geringere Sterberate beobachtete als in den Kontrollgruppen, war sie mit Dosen über 400 E/Tag um 4% höher, was einen signifikanten Unterschied bedeutete. Wie weitere Berechnungen ergaben, scheint es sich um einen dosisabhängigen Effekt zu handeln. Abstract der Metaanalyse aus "Annals of Internal Medicine":
http://www.annals.org/cgi/content/abstract/142/1/37

 
Februar 2005
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