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 bad drug news

Juli 2004

Donepezil (Aricept®) zeigt bei Alzheimerkrankheit weder einen direkten noch einen finanziellen Nutzen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 29. Juli 2004

Das Ergebnis einer englischen Studie, finanziert vom "National Health Service", stellt den Nutzen von Cholinesterasehemmern bei Demenzkranken in Frage: 565 Personen mit leichter bis mittelschwerer Alzheimerkrankheit waren doppelblind mit Donepezil oder Placebo behandelt worden. Zwar zeigten die Donepezil-Behandelten nach zwei Jahren minim bessere Werte für die kognitiven (Differenz von 0,8 Punkten beim "Mini Mental Test") und funktionellen Fähigkeiten. Doch konnte mit Donepezil weder die Zahl an Pflegeheimeinweisungen noch das Fortschreiten der krankheitsbedingten Einschränkungen signifikant vermindert werden,weshalb die Medikamentenkosten von Donepezil nicht aufgewogen werden.

Abstract der Studie aus dem "Lancet":
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15220031

Übersichten zur Pharmakotherapie bei Alzheimerkrankheit:
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk21a-97.html
http://www.aafp.org/afp/20031001/1365.html

 

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Hyponatriämie

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 13. Juli 2004

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und andere neuere Antidepressiva, die in das Serotonin-System eingreifen, wie zum Beispiel Venlafaxin (Efexor®) sind ein häufiger Grund für eine Hyponatriämie. Gemäss einem Bericht der australischen Behörde für Arzneimittelnebenwirkungen betrifft rund ein Viertel der Meldungen zu einer Hyponatriämie diese Medikamentengruppe, womit sie gleich hinter den Diuretika rangieren; zwischen 3 und 4% der Nebenwirkungs-Meldungen, die zu Serotonin-Wiederaufnahmehemmern eingingen, beschrieben eine Hyponatriämie; eine inadäquate ADH-Wirkung (SIADH) dürfte ein wichtiger Mechanismus sein. Meistens war die erniedrigte Natriumkonzentration einziger Befund, zum Teil fielen aber auch neurologische oder psychiatrische Symptome auf; in drei Fällen hatte die Hyponatriämie zum Tod geführt. Ältere Personen und Frauen scheinen in Bezug auf diese Hyponatriämie gefährdeter zu sein. Bericht aus dem "Australian Adverse Drug Reactions Bulletin":
http://www.health.gov.au/tga/adr/aadrb/aadr0306.htm#1

 
Juli 2004
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